Schul- und Jugendtheater-Wettbewerb

Theaterprojekte zu Biographien der Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen

Einsendefrist 29. Mai 2019!

Aus dem Theaterstück KÄTHE, Gewinner des bundesweiten Wettbewerbes andersartig gedenken on stage 2016, eingereicht vom Theaterkurs 2DARG10 des Schulzentrums Geschwister Scholl aus Bremerhaven.

Aufgabe und Ablauf

andersartig-gedenken-on-stage fördert Theater gegen das Vergessen. Bundesweit sind Jugend- und Schultheatergruppen aufgerufen,  Biographien von Opfern der NS-"Euthanasie"-Verbrechen ins Zentrum eines selbst entwickelten Bühnenstücks zu stellen. Die Seite www.gedenkort-t4.eu informiert über historische Fakten und stellt eine öffentlich zugängliche Datenbank von Opferbiographien zur Verfügung.

Die Theaterproduktionen können neben Fakten auch Fiktionen und Bezüge auf aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse, wie z.B. den Umgang mit Menschen mit Behinderungen, bioethische Fragestellungen oder die Sterbehilfe, beinhalten. Die Stücke können als Drama, dokumentarisches Theater, szenischen Darstellung, szenische Lesung oder als Performance entwickelt werden.

A B L A U F

Workshops: Mai - November 2018

Einsendefrist: 29. Mai 2019

Jurysitzung: Juni 2019

Preisverleihung: 19. November 2019 im Theater Thikwa in Berlin

 

Weitere Informationen unter "Teilnahme"  und unter Workshops
 

Geschichtlicher Hintergrund

Als Teil der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden bis 1945 ca. 300.000 Kinder, Frauen und Männer mit psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung systematisch ermordet. Ziel der nationalsozialistischen Bevölkerungs- und Gesundheitspolitik war die Schaffung einer erbgesunden »arischen« Rasse. Ausgehend von sozialdarwinistischen Ideen, die bereits vor dem Ersten Weltkrieg - auch in anderen Ländern Europas und in den USA - Eingang in die modernen Wissenschaften Eugenik und Rassenhygiene gefunden hatten, kam es zu Beginn des Zweiten Weltkrieges - beschleunigt durch ökonomische Interessen - zur Radikalisierung dieser Ideen. Trotz der hohen Opferzahl sind erst wenige Tausend Namen öffentlich zugänglich und von noch viel weniger Opfern ist ihre Geschichte bekannt.

Mehr Informationen zu den historischen Fakten finden Sie zum Beispiel auf der Webseite www.gedenkort-t4.eu Bei Fragen können Sie uns auch gerne kontaktieren.

Theater ist ein wunderbares Mittel, das Brücken zwischen den Welten baut, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen fremden und eigenen Lebensgeschichten. Durch die Darstellung einer Opferbiographie wird die Geschichte greifbar, die grausamen Taten bleiben dennoch unbegreiflich. Theater schafft Begegnung und Austausch über persönliche Wahrnehmung der Geschichte und gibt dem Gedenken an die Opfer einen würdigen und lebendigen Raum.

andersartig gedenken 2015/16

andersartig gedenken on stage wurde bereits 2015/16 durchgeführt.

Information über diesen Wettbewerb finden Sie auf
http://www.gedenkort-t4.eu/de/das-projekt/andersartig-gedenken

Die Trailer der Theaterstücke, die am 1. Oktober 2016 in Berlin ausgezeichnet wurden, stellen wir hier zur Verfügung: