4. bundesweiter Theater-Wettbewerb

zu Biographien der Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen

Logo andersartig gedenken on stage mit Einsendefrist Januar 2023

 

Frist für die Einreichung der Theaterstücke 16. Januar 2026

 

Der Theaterwettbewerb andersartig gedenken on stage geht weiter! Der Förderkreis Gedenkort T4 e.V. veranstaltet bereits den 4. Jahrgang. Wollt ihr dabei sein? Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen für Schultheater und für inklusive Erwachsenen-Theater.
Der Wettbewerb wird gefördert durch die Aktion Mensch.

 

Laudatio von Sigrid Kolster

„Sehr positiv deutlich wird mit dieser Darstellung, dass sich alle Teilnehmer*innen in der Herangehensweise intensiv mit dem Erhalt des kollektiven Gedächtnisses in Bezug auf die Taten des Nationalsozialismus und in diesem Zusammenhang mit der Verantwortung jedes Einzelnen – nicht zuletzt auch auf aktuelle politische Entwicklungen in unserer heutigen Welt bezogen - auseinandergesetzt haben.“

Sigrid Falkenstein
Autorin und Mitgründerin des Runden Tisches T4

„Das Stück thematisiert überzeugend die ideologischen Hintergründe aus der Perspektive der Täter sowie den planmäßigen, bürokratischen Ablauf des rassenhygienischen Programmes zur Vernichtung von Leben und trägt dazu bei, die geschichtlichen Zusammenhänge zu verstehen und begreifbar zu machen.

Mit der abschließenden Nennung von Namen ermordeter Menschen und dem Entzünden von Lichtern für jeden Einzelnen setzen die Schüler*innen ein starkes Symbol gegen das Vergessen und geben der Erinnerung und dem Gedenken an die Opfer einen würdigen und lebendigen Rahmen.  Die Gruppe ist auf Spurensuche gegangen und hat nach Antworten gesucht, die helfen, heute und morgen verantwortungsvoll zu handeln.“

Michael Stacheder

Michael Stacheder
Theaterregisseur und Juryvorsitzender

„Mit eindringlichen, theatralischen Mitteln und wenigen Experimenten gelingt es dem jungen Ensemble des Gymnasiums Herderschule in Lüneburg den regionalen Bezug zur nahen Klinik herzustellen, das Unfassbare, das schwer zu Begreifende authentisch auf die Bühne zu bringen. Wichtige und zahlreiche Zeitdokumente, die im Archiv der heutigen Denkstätte Lüneburg aufbewahrt werden und von der systematischen Ermordung von Menschen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt erzählen, bildeten die Arbeitsbasis und die Grundlage für das Textmaterial der künstlerischen Auseinandersetzung. Die enge wie intensive Zusammenarbeit mit der Denkstätte Lüneburg gilt es besonders zu würdigen.“

Florian Kemmelmeier

Laudatio von Florian Kemmelmeier

„Das Musiktheaterstück bietet in all seinen Bestandteilen einen frischen, explizit jugendlichen Zugang, in dem Jugendliche nicht nur vorgegebene Rollen einnehmen, sondern sich letztlich auch selbst spielen, und dabei ihren ganz eigenen Zugang und auch Stil einbringen. Die Geschichte des ehemaligen Kinderkrankenhauses Rothenburgsort erscheint eng verbunden mit Fragen der Gegenwart.“

Kai Bosch

Laudatio von Kai Bosch

„Die Verbindung von historischem Geschehen zur aktuellen gesellschaftlichen Thematik der Ausgrenzung wurde von den Schüler*Innen des Carl-Orff-Gymnasiums realitätsnah herausgearbeitet. Das Stück zeigt auf bewegende, ergreifende Weise die unterschiedlichen Arten der Ausgrenzung und den oftmals rücksichtslosen Umgang mit Minderheiten auf.“

Prof. Dr. Marianne Hirschberg

Prof. Dr. Marianne Hirschberg

„Über das Erzählen und gemeinsame Teilen der unterschiedlichen Lebenserfahrungen und eigenen Geschichten zeigt das Stück, wie Menschen zu Anderen gemacht werden, als Andere wahrgenommen und ausgegrenzt werden. Das Theaterstück bietet jedoch auch einen Einblick darein, wie es gelingen kann, einander anzuerkennen, Verbindungen zueinander aufzubauen und miteinander Leben zu teilen.“

Sigrid Falkenstein
Autorin und Mitgründerin des Runden Tisches T4

„Das Stück thematisiert überzeugend die ideologischen Hintergründe aus der Perspektive der Täter sowie den planmäßigen, bürokratischen Ablauf des rassenhygienischen Programmes zur Vernichtung von Leben und trägt dazu bei, die geschichtlichen Zusammenhänge zu verstehen und begreifbar zu machen.
Mit der abschließenden Nennung von Namen ermordeter Menschen und dem Entzünden von Lichtern für jeden Einzelnen setzen die Schüler*innen ein starkes Symbol gegen das Vergessen und geben der Erinnerung und dem Gedenken an die Opfer einen würdigen und lebendigen Rahmen. Die Gruppe ist auf Spurensuche gegangen und hat nach Antworten gesucht, die helfen, heute und morgen verantwortungsvoll zu handeln.“

Jasmin Tabatabai